Nobelpreis für Literatur geht an Abdulrazak Gurnah

Mit dem in England lebenden Novellisten aus Sansibar wird postkoloniale Literatur gewürdigt.

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(Bild: Nobel Media)

Von
  • Andreas Wilkens

Nobelpreis für Literatur geht 2021 an Abdulrazak Gurnah. Der 1948 in Sansibar geborene und in England lebende Novellist wird geehrt "für sein kompromissloses und mitfühlendes Eindringen in die Auswirkungen des Kolonialismus und das Schicksal des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten".

Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm soeben bekannt. Diese wählt die Preisträger aus den von ihr selbst sowie von Hochschullehrenden für Literatur und Linguistik, früheren Literaturnobelpreisträgern und Präsidenten von Autorengesellschaften bis Ende Januar vorgeschlagenen Nominierungen aus. Der Preis ist mit 10 Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet 984.000 Euro dotiert.

Im vergangenen Jahr erhielt die US-amerikanische Dichterin Louise Glück den Literaturnobelpreis für ihre "unverwechselbare poetische Stimme". 2018 war die Vergabe der Auszeichnung wegen eines Skandals bei der Schwedischen Akademie ausgefallen und auf 2019 verschoben worden, als der Preis dann an den Österreicher Peter Handke und die Polin Olga Tokarczuk ging. Mit Gurnah sind es nun insgesamt 118 Personen, die seit 1901 den Literaturnobelpreis bekommen haben, darunter sind 16 Frauen.

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(anw)