Kubernetes-Operator: Tanzu RabbitMQ 1.2 setzt auf die neue Datenstruktur Streams

In Tanzu RabbitMQ ist die neue Version des Message Brokers RabbitMQ 3.9 enthalten. Sie nutzt Streams für einen höheren Datendurchsatz.

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(Bild: Peeravit/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

VMware hat Tanzu RabbitMQ 1.2 veröffentlicht. Hinter dem vollen Namen VMare Tanzu RabbitMQ for Kubernetes verbirgt sich ein Cloud-nativer Messaging- und Streaming-Service, der sich aus dem Container-Image Tanzu RabbitMQ OCI mitsamt dem Message Broker RabbitMQ und einer Erlang-Runtime sowie aus Tanzu-RabbitMQ-Kubernetes-Operatoren und -Sidecar-Containern zusammensetzt.

Tanzu RabbitMQ 1.2 hat das Milestone Release RabbitMQ 3.9 an Bord, das Streams mit sich brachte. Die neue Datenstruktur soll vorrangig zu einer höheren Performance beziehungsweise einem erhöhten Datendurchsatz verhelfen.

Auch das erneute Lesen von Messages soll dadurch möglich sein – zuvor löschte RabbitMQ alle Messages nach ihrer Bearbeitung aus der Queue, ohne dass ihre erneute Ansicht möglich gewesen wäre. Streams ermöglichen den Einstieg in einen Log zu einem beliebigen Zeitpunkt und das Lesen der nachfolgenden Messages.

Das neue Release bringt die zuvor als Preview enthaltene Aktiv-Passiv-Replikation mit. Der neue Standby Replication Operator, der sich mithilfe der Kubernetes-API nutzen lässt, soll der vereinfachten Konfiguration von Standby-Datenreplikation zur Disaster Recovery dienen. Auf aktiven Clustern erfolgt das Logging von Messages und Metriken, als passiv konfigurierte Cluster erhalten Daten von den aktiven Clustern. Auch mehrere passive Cluster je aktivem Cluster sind möglich. Die an die passiven Cluster gesendeten Einträge erscheinen in äquivalenten lokalen Replikationslogs.

Mittels API-Call lässt sich ein passiver Cluster als aktiv kennzeichnen, woraufhin der Cluster nicht konsumierte Nachrichten vom lokalen Replikationslog liest und sie in die lokalen Queues schreibt. Passive Cluster bleiben nicht nur von Queue-Overflow verschont, sondern auch von Datenverlust durch verfrühte Nachrichtenlöschung aufgrund einer zu kurz angesetzten TTL (time to live). Eine Grafik veranschaulicht das Prinzip:

Disaster Recovery in Tanzu RabbitMQ 1.2

(Bild: VMware)

Im neuen Release erhält Tanzu RabbitMQ eine Integrationsmöglichkeit mit HashiCorp Vault als eine alternative Quelle für Cluster-Secrets zusätzlich zu Kubernetes-Secrets. Zudem kann das Release Health-Metriken dank eines neuen Prometheus-Endpunkts anzeigen.

Neben RabbitMQ 3.9 enthält Tanzu RabbitMQ 1.2 die aktualisierten Versionen Erlang 24.1, Cluster Operator 1.10, Topology Operator 1.2.1 und Standby Replication Operator 0.6.

Alle weiteren Informationen sind im VMware-Blog sowie in den Release Notes zu finden.

(mai)